Das muss ich schnell einfügen. Denn viele Diskussionen in jüngster Zeit werden nicht mehr sachlich zu Ende geführt, sondern mit gegenseitigen „Ehrenbekundungen“ wie Spinner, Querdenker, Verschwörungstheoretiker, Schwachkopf etc.
Egal, welche Grenzen. Diese erzeugen Emotionen und damit die Grundlage für Zuneigung aber vor allem für Hass. In Diskussionen, egal welcher Art, Sachliches von Emotionalem zu trennen, bietet keinen Raum für Hass. Wenn wir uns alle bemühen, uns in unserer Kommunikation nur auf das Sachliche zu konzentrieren, erkennen wir im Emotionalen einfach nur die Meinung des anderen. Soll er sie doch loswerden. Auch das beruhigt. Dann braucht er auch kein das Gehirn verlangsamendes Cannabis oder andere Drogen, die nur wieder bestimmten Kreisen Geld bringen. Wie schon Goethe feststellte: Wer sich immer mit den Arbeiten im Kleinen beschäftigt, verliert den Zusammenhang des Großen aus den Augen. Treffend von Friedrich Wolf in seinem Theaterstück „Professor Mamlock“ herausgearbeitet.
Filtere ich nur das Sachliche aus meinen Sinnesbeeinflussungen heraus, kann es zu keinen Störungen in unserem Sozialverhalten kommen. Sachlichkeit, die Bildung, ist der Schlüssel für unser aller Zusammenleben. Dann funktioniert auch die erfolgreiche Weiterentwicklung aller Arten auf diesem Planeten wieder. Dann streiten sich auch die Mächtigen nicht und es kommt nicht zu Kriegen. Denn jeder erkennt, die Unsachlichkeit von Kriegen. Kriege gibt es nur, weil die Diskussionen die sachliche Ebene verlassen haben. Es fehlt an Bildung in den Kriegsparteien. Bei allen! Ist doch herrlich einfach, oder?
Und nun hören wir uns mal die Musik in den Rundfunkstationen an, die uns tagtäglich um die Ohren gewedelt wird. Wieviel davon ist sachlich, wieviel davon emotional? Und selbst das Emotionale liegt mit „Liebe vom Herzen“ sachlich voll daneben. Liebe ist nichts weiter als eine außergewöhnliche Beeinflussung unserer Sinne, am besten aller Sinne: Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken. Nur weil der Puls hoch geht, schieben wir es dem Herzen, einer einfachen Pumpe, in die Schuhe und lassen uns diesen Quark in Millionen Liedern, verbunden mit Musik aus dem Computer, um die Ohren hauen. Der Puls geht auch hoch, wenn ich Angst habe. Da sage ich ja auch nicht, dass ich mich von ganzem Herzen fürchte. Einzig das Gehirn verarbeitet unsere Sinneswahrnehmungen. Deswegen ist es so wichtig, dieses so gesund wie möglich zu halten und nicht etwa durch Cannabis immer langsamer arbeiten zu lassen. Zusammenhänge nicht mehr herstellen zu können, weil das Gehirn dazu nicht mehr in der Lage ist, hat doch nichts mit Beruhigung zu tun. Auch hier greife ich wieder auf Goethe zurück: „Der Wissende bedarf keiner Beruhigung.“ Das absolute und abschließende „Wissende“ finde ich nicht ganz richtig, da sich in der Natur alles ständig ändert. Ich finde „Wissbegierige“ besser. Und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Seit ich mich mit Humboldt, Darwin und Goethe aber auch mit der Wissenschaft aus der Gegenwart beschäftige, und weniger auf die Medien zurückgreife, bin ich viel ruhiger geworden. Es erscheint alles so einfach lösbar, da ich für mich Ursache ersann, zu denen ich in Künstlern wie Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker, Reinald Grebe Bestätigung finde. In sachlicher, handgemachter Musik.
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