20240516: Das Berliner Stadtschloss und der vergebliche Wunsch nach Ruhe

In einem Onlineartikel der „Berliner Morgenpost“ ging es auch mal wieder um etwas Ursächliches: Den Abriss des Palastes der Republik und den Wiederaufbau des Berliner Protzschlosses der Familie der Hohenzollern. Und das im 21. Jahrhundert. Ein Schlossbau. Königinnen und Könige und ihre religiösen Freunde haben uns Menschen ja noch nicht genug Schaden zugefügt. Da bauen wir ihnen doch glatt wieder ein Schloss und restaurieren Kirchen, lassen dem Zerstörungswahn der Baulobby sonst in nahezu allen Bereichen freien Lauf. Überall im Ostfränkischen Reich weisen uns, passender Weise, braune Schilder auf Klöster, Kirchen und Schlösser hin. Und am Ende dieses Artikels fordert jemand, dass nun mal Ruhe um die Diskussionen des Abrisses eines Republikpalastes zugunsten eines restaurativen Schlosses einkehren möge.

Der Artikel:

https://www.morgenpost.de/berlin/article242341280/Humboldt-Forum-erinnert-an-den-Palast-der-Republik.html

Folgenden Leserbrief sendete ich an die „Berliner Morgenpost“:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
so lange wir Protzbauten von Religionen und Adelsfamilien, die allesamt für weltweiten Hunger und den Earth Overshoot Day die Verantwortung tragen, renovieren und erhalten, müssen wir daran erinnern.
Das Berliner Stadtschloss sollte offiziell zum Mahnmal gegen die Restauration und ihre Schuld an allen Kriegen, mindestens seit den Kreuzzügen, bis in die Gegenwart erklärt werden. Wenn das passiert, und endlich die Vererbung von Grund und Boden weltweit aufgehoben wird, ist ein friedliches Miteinander aller Menschen möglich. Und dann kann gesagt werden, dass der Abriss eines Palastes der Republik einen Sinn ergab. Anderenfalls wird es niemals Ruhe geben.“

Und heute füge ich noch hinzu: „ … wird es auch niemals Frieden geben. Denn die Restauration kennt nur Kriege. Frieden und Einigkeit in der Menschgemeinschaft bedeuten ihr Ende, Krieg und Uneinigkeit unter uns allen sind ihr Überlebensgarant.“

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