So ein Top-Manager eines süddeutschen Autoherstellers tönte dieser Tage, dass die deutsche Industrie erpresst würde. Wir können ja die Industrie mal erpressen: Alles sein lassen, was uns unserer Lebensgrundlage beraubt. Rüstungsindustrie, Autoindustrie, Atomindustrie, Erdölindustrie, Pharmaindustrie und, nicht umsonst zusammen aufgeführt, Chemie- und Landwirtschaftsindustrie. Überall vermehren sogenannte Investoren ihr Vermögen, diese fiktive Größe, ohne was zu tun. Damit dies erfolgen kann, sollen wir fleißig sein. Schön fleißig im Verbrauch aller Rohstoffe unter dem Mantra von ständigem Wachstum und steigender Produktivität, also stückkostenorientierter Effizienz. Effektivität spielt keine Rolle. Sonst würden sich die Vermögen der Investoren ja nicht vermehren können. Vermögen ist eine fiktive Größe, basierend auf Markpsychologie. Und dieses Vermögen bringt alles in Privateigentum und bepreist alles. Dieses Vermögen sorgt für Armut und Kriege und führt somit zum unnatürlichen, menschgemachten Aussterben unserer Art. Denn ein Ausstieg daraus bedeutet den Tod oder zumindest den Ausstieg aus der für unsere Art so wichtigen Kommunikation untereinander. Denn nur darüber können Erfahrungswerte ausgetauscht und unsere Verhaltensweisen auf Wissen aufgebaut werden, nicht auf Religionen oder Ideologien. Wer erpresst also wen?
Aber wir können sie ja mal erpressen. Einfach alle mal nicht arbeiten gehen. Ach das gelingt ja nicht, weil wir nicht alle an einem Strang ziehen. Warum ziehen wir alle nicht an einem Strang? Weil wir wirtschaftlich abhängig gemacht und getrennt wurden. Wie werden wir wirtschaftlich abhängig gemacht? Durch Entzug des freien Zugangs zu Wohnraum und Nahrung (das machen wir als einzige Art auf diesem Planeten). Wie werden wir wirtschaftlich getrennt? Durch unterschiedliche Bewertung von Menschenleben! Aber Arbeitszeit ist doch Lebenszeit. Wir lassen uns in unserer Lebenszeit unterschiedlich bewerten. Für mich ein klarer Verstoß gegen Menschenrechte. Damit dieses perfide System so bleibt, wie es ist, so herrlich spaltend und Uneinigkeit fördernd, gibt es das Management in den Unternehmen der Industrien. Die müssen dafür sorgen, dass über die Spielmasse Mensch weiterhin steigende Dividenden für die Investoren möglich sind. Investoren: Menschen, die nicht arbeiten und ihr durch Bewertung erfundenes Vermögen zu Lasten anderer gewinnbringend in Industrien anlegen. Damit die Industriezweige arbeiten können, benötigen wir immer mehr Rohstoffe, da sonst kein Wachstum möglich ist. Und um diese führen wir Kriege, denn hier gibt es ja keine. In den Kriegen sterben nicht die Vermögenden oder deren Kinder, sondern die Kinder derer, die in den Industrien das fiktive Vermögen der Investoren mehren, um Kredite abzuzahlen, mit denen sie wiederum den Vermögenden das fiktive Vermögen mehren (mit dem diese als Investoren auftreten), nur damit sie das natürlichste Verhalten aller Arten an den Tag legen können: das Leben. Und diese Verbrecher, Investoren und ihre Manager in den Industrien, denen wir unsere Lebenszeit zur Verfügung stellen, damit sie uns immer ärmer und zu Soldaten machen, stellen sich hin und sagen, dass die deutsche Industrie erpresst wird. Das in einer solchen Position von sich zu geben, verdeutlicht wieder den GAB in unserer Menschgemeinschaft: Den Größten Anzunehmenden Bildungsbedarf!
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