Am Beispiel Deutschland eine kurze Darstellung der europäischen Arroganz: In Brasilien, wo noch ca. 59% der Landfläche mit Bäumen bestanden sind, pflanzen wir Dividenden bringend Bäume an, während in Deutschland nur noch knapp 33% der Landfläche mit Bäumen bestanden sind. 100% der deutschen (das ist auf europäischer Ebene nicht anders) Fläche werden bewirtschaftet. Somit sind diese einer natürlichen Nachhaltigkeit entrissen. Selbst eine scheinbar verbliebene selbständige Landschaft unterliegt den Forstbetrieben. In Deutschland werden knapp 50% der Landfläche landwirtschaftlich genutzt, 33% sind bewirtschafteter Wald, die verbleibenden 17% sind mit Wohnungen und Industrieanlagen versiegelt. Wer den natürlichen Wasserkreislauf der Erde verstanden hat weiß, dass das nicht gut ausgehen kann. Der Wasserkreislauf dieser Erde ist vergiftet. Und der Wasseranteil des menschlichen Körpers liegt bei Säuglingen bei rund 80% bis 85% und bei Erwachsenen bei ca. 70%!!!!! Die Anzahl von Krankheiten wie Krebs und Allergien sind m.M.n. nur darauf zurückzuführen.
Von den 50% landwirtschaftlich genutzten Flächen sind 70% Ackerland, welches mit Düngern aller Art und tierischen Exkrementen im wahrsten Sinne des Wortes zugeschissen wird. 4% der weltweit lebenden Säugetiere sind natürlich Lebende. Der Rest, 96%, sind domestiziert, Kühe, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen etc. Das ist menschlicher Selbstmord!
Daher ein Dankeschön an die EU-Umweltminister, dass sie das Naturschutzgesetz verabschiedeten. Gegner sind bildungsbedürftig und dürfen nicht verurteilt werden. Denn sie durchliefen unser aller Bildungswesen und wuchsen in einem dementsprechenden Umfeld auf. Wir müssen sie wirklich derart mit Wissen versorgen, dass sie von den nur dem ersten Anschein nach vorteilhaften Erbschaften von Grund und Boden Abstand nehmen und einer nachhaltigen, nicht nach stückkostenorientierter Effizienz getriebenen, Verhaltensweise nachgehen. Das beschlossene Naturschutzgesetz beinhaltet das Pflanzen von Bäumen sowie die Renaturierung von Flüssen und Mooren. Wer der nachfolgenden Generation Leben ermöglichen möchte, begrüßt das Gesetz. Bzgl. Bäumen und Flüssen besteht sicherlich nahezu Übereinstimmung aller Menschen. Nur bei den Mooren hapert es noch am Verständnis. Hier empfehle ich das Buch „Das Moor“ von Franziska Tanneberger und Vera Schroeder. Bäume erzeugen Sauerstoff durch die Photosynthese. Dabei wird, kurz gesagt, Kohlenstoffdioxid, ein bekannter Lebensvernichter, in Sauerstoff umgewandelt. Der Kohlenstoff ist damit aber nicht verschwunden, sondern in den Blättern gebunden, die dann irgendwann abfallen und, so der Boden durch Feuchtigkeit nachgiebig genug ist, in diesem gebunden, nahezu verschlossen werden. Moore erhalten das Leben auf diesem Planeten. Sie binden Milliarden Tonnen Kohlenstoff und verhindern deren Zusammentreffen mit Sauerstoff und somit die Entstehung von Kohlenstoffdioxid. Blöd nur, dass wir nahezu alle Moore weltweit trockenlegten. Für die Bewirtschaftung in Land- und Immobilienwirtschaft. Die Trockenlegung aller Moore weltweit muss daher wieder rückgängig gemacht werden. Wer den umherlaufenden Kindern das Leben wünscht, kann nichts gegen dieses Naturschutzgesetz haben. Wer was dagegen hat, ist entweder bösartig oder sehr bildungsbedürftig. Da ist niemand, der uns schöpfte und uns auf allen Wegen lenkt. Wissen sollte uns auf unseren Wegen lenken. Für das Leben auf diesem Planenten sind nur wir Menschen zuständig.
Es kann also für das Überleben unserer Art, welches nicht nur von der Artenvielfalt abhängt, sondern vor allem von deren natürlicher Entwicklung (denn nur aus dieser Symbiose sind wir entstanden) ein sehr, sehr guter Tag gewesen sein, als die EU-Umweltminister zur Tat schritten.
Wenn jedoch die Gegner erfolgreich sind, auch ein schlechter Tag. Neben unserem Aussterben kann es zunächst auch zur Spaltung Europas führen. Wie schädlich eine Kleinstaaterei in einer in allen Prozessen zusammenhängenden Natur wütet, können wir doch nun aus den letzten Jahrhunderten ableiten. In der Gegenwart führt uns das der Earth Overshoot Day vor Augen. Dieses Naturschutzgesetz darf vor keinen finanzwirtschaftlichen Interessen irgendwelcher Traditionalisten einknicken. Der derzeitige Zustand der Natur und die unter den Arten wütenden Krankheiten, auch bei uns Menschen, beweisen, dass das Eigentum an Grund und Boden sowie deren nicht nachhaltige Bewirtschaftung das menschgemachte Aussterben unserer Art beschleunigen. Es betrifft die bereits jetzt lebenden Menschen.
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