20240621: Die Geister, die ich rief – An alle remigrationswütigen Selbstinszenierer in Politik und Wirtschaft

Wer mit seinem sogenanntem Konsum-Wohlstand, der ja aufgrund aller natürlichen Zusammenhänge auch dessen eigene Überlebenschance mindert, weltweit für Armut und Bildungsbedarf sowie mit Kriegsgebrüll und Rüstungsindustrie überall für Fluchtgründe auf der Welt sorgt, kann doch dann nicht die davor Geflüchteten irgendwohin abschieben. Mit Militär toben sich alle Armeen, in atlantischen Bündnissen oder anderweitig verfilzt, überall auf der Welt aus, Tausende Menschen fallen den Rohstoffkriegen jedes Jahr zum Opfer, und sorgen dort für Menschen unwürdige Lebensbedingungen. Von wegen Integration. Stattdessen Annexion, Kolonialisierung und Versklavung im Namen von Religionen, des Wohlstandes und der Freiheit. Aufgrund vor Ort ins Amt gebrachter Statthalter können diese Länder die Armeen nicht Remigrieren. Über die Zahl der Todesopfer jeden Tag schweigen sich die Nachrichtenagenturen und Zeitungen aus. Stattdessen wiegeln sie uns Leidtragenden jeden Tag aufs Neue gegeneinander auf, bis wir Parteien wählen, die sich in der Remigration gegenseitig mit Unmenschlichkeiten überbieten. Gleichzeitig verpflichten sich immer mehr Menschen zum Dienst an der Waffe in Armeen, die das Wort Migration noch nicht einmal buchstabieren können und in den Rohstoffländern für Armut und Tod sorgen.

Nein, es können nicht alle herkommen. Es ist zu eng für vordergründiges kulturelles, meist religiöses Gemetzel. Ursächlich sind wirtschaftliche Interessen. Aber, Goethes Zauberlehrling lehrt es doch, es müssen die Ursachen für alles beseitigt werden. Und die Ursache für alle Flüchtlinge auf dieser Welt liegt in Europa. Wenigstens ein bisschen Anstand und Selbstkritik muss doch möglich sein, auch wenn unser Schul(un)wesen seit Jahrzehnten dafür sehr geringe, eigentlich gar keine Grundlagen schafft. Die Wissenschaft, einst die europäische Stärke, ist völlig abgeschafft. Wissenschaftler schaffen für sich selber Wissen, aber nicht für die Menschheit. Für die Allgemeinheit bleibt die Jahrtausende alte Tradition irgendwelcher Religionen, also institutionalisierte und instrumentalisierte alte Annahmen. Das Ergebnis ist, sich immer als den Nabel der Welt zu sehen und den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, nie nach den Ursachen der Ereignisse und dem eigenen Zutun daran zu fragen, sondern immer nur den wahrscheinlichsten, glaubhaftesten, populistischsten Anlass zu benutzen.

Nicht im Verschieben von Menschen sollten wir uns profilieren, sondern in der Ursachenbeseitigung von Fluchtgründen, weltweit. Politiker und Wirtschaftskapitäne, die das nicht können, sind keine Politiker oder Wirtschaftskapitäne, sondern entweder bösartige oder hochgradig bildungsbedürftige Artgenossen. Sie dürfen mit der Entscheidungsfindung unserer Art nichts zu tun haben.

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