Sommer 2024. Eine vierköpfige Familie betritt über den Besucherzugang den Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Den zwei Kindern fällt gleich der schöne große Adler auf.
Tochter: „Warum hängt der da?“
Vater: „Das ist ein altes Wappentier, welches schon die alten Griechen und Römer gerne verwendeten, um entweder den höchsten Gott oder den Kaiser zu symbolisieren. Er sagt uns, wer hier das sagen hat.“
Tochter: Dann ist der nichts typisch Deutsches?“
Vater: „Nein, den haben z.B. auch die Kaiser des brutalen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verwendet, um allen unterworfenen Menschen klar zu machen, dass sie wüssten, wo es mordend und unterdrückend lang geht. Ist sehr wichtig bei der Beurteilung unseres heutigen Lebens. Aber der Reihe nach. Der Wähler ist der Souverän in der parlamentarischen Republik. Er beruft Politiker, die in seinem Namen Entscheidungen für das Zusammenleben aller Menschen weltweit treffen. Dort rechts sitzen die Linken und dort links die Rechten.“
Sohn und Tochter: Lautes Lachen!
Vater: „Das ist kein Witz ist. Nehmt die Parteinamen nicht so ernst. Es gibt keine Partei mit programmatischen Namen.“
Sohn: „Aber Vadder, sind die religiösen Parteien nicht religiös, die Liberalen nicht liberal, die Grünen nicht grün, die Alternative keine Alternative und die Linken nicht links?“
Vater: „Nö, die religiösen Parteien verstoßen mit ihrer Art des nicht nachhaltigen Umgangs mit der Natur gegen ihre eigenen Schriften. Ein gewisser Noah soll ja mal deswegen eine Arche gebaut haben. Das haben die vergessen. Stattdessen stehen sie für Autobau, Atomenergie und stückkostenorientierte Effizienz ohne Effektivität in einem totalen, globalisierten Handel.“
Tochter: „Ach, dann sind die wohl auch für den Earth Overshoot Day verantwortlich?“
Vater: „Auch, ja!“
Tochter: „Aber dafür haben wir doch die Grünen, oder?“
Vater: „Nö, auch die stehen ja nun für die Militarisierung, um den angeblichen Wohlstand, der der Welt den Earth Overshoot Day im Juli, bezogen auf ein Jahr, einbrachte, hier bei uns zu sichern.“
Sohn: „Aber es geht uns doch auch gut.“
Vater: „Ja, aber nur weil durch die einstige Kolonialisierung noch heute bestehende Abhängigkeiten und Prozesse geschaffen wurden, die uns, forciert über Kredite, nahezu maßlos und spottbillig, auf Kosten vieler Milliarden Menschen zur Verfügung stehen. Damit dies so bleibt, zahlen wir an die dort Regierenden Korruptionsgelder. Hier regen sich die Wähler drüber auf, dort bleibt es, wie es ist. Kommt es dort doch zu Änderungsversuchen, schreien unsere Medien „Putsch“ und das Militär greift ein. Das Militär der Länder, die seit 1945 in den Vereinten Nationen dafür sorgen sollen, dass es keine Kriege mehr gibt.“
Tochter: „Aber dann lügen die doch! Das ist doch gemein. Wenn die das mit uns machen würden! Und dann sind wir ja selber für die ganzen Flüchtlinge weltweit verantwortlich.“
Vater: „Ja, genau so ist es. Ich erinnere euch an Goethes Zauberlehrling.“
Sohn: „Was würden denn die Produkte bei uns kosten, wenn alle Menschen das gleiche je Zeiteinheit verdienen würden? Also z.B. so ein Handy oder ein Auto? Was schätzt du Vadder.“
Vater: „Ich schätzt mal das Zwanzigfache. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht auch das Hundertfache.“
Sohn: „Ob man das berechnen kann?“
Vater: „Ich denke ja. Über die Produktivität, also Menge je Zeiteinheit und das multipliziert mit dem Tagelohn der Kinder und Erwachsenen in den Minen. Darüber müsste es möglich sein, den jeweiligen Preis je Mengeneinheit zu ermitteln. Dann kannst Du das mit den in den Produkten verbauten Mengen verrechnen. Und dann führst Du die ganze Rechnung noch einmal zu den Stundenlöhnen und -gehältern hier in Deutschland durch. Dann hast Du es.“
Tochter: „Für die Rechte der Armen in den Rohstoffländern setzen sich doch aber die Liberalen ein, die FDP. Wo sitzt die denn?“
Vater: „Dort links, neben der AfD. Aber die FDP ist keine liberale Partei. Die wissen noch nicht mal, dass liberal die Freiheit aller meint. Dahingehend hast Du recht. Sie müssten sich dafür einsetzen. Machen aber das ganze Gegenteil. Erst jetzt wurde eine ihrer Politikerinnen, die sich vehement für Militär und Krieg einsetzt, in das Europäische Parlament gewählt.“
Tochter: „Von wem?“
Vater: „Vom Souverän, dem Wahlvolk!“
Tochter: „Dann muss man ja ganz schön bildungsbedürftig sein, um sowas zu wählen.“
Vater: „Dafür sorgen unsere Medien.“
Sohn: „Das einzige, woran ich mich bei den Linken, also bei denen, die dort rechts sitzen, erinnern kann, sind der Streit mit der Gründerin des BSW und das Gendern. Die treten ja überhaupt nicht in Erscheinung. Wollen oder können die nicht?“
Vater: „Ich weiß es nicht. Aber ich nehme an, ein wenig von beidem. Aber vielleicht wissen sie, dass sie nicht können dürfen oder sollen. Denn dürften sie wie sie wollten, müsste sich ja vieles ändern, um es mit Frieden und den damit im engsten Zusammenhang stehenden Menschenrechten ernst meinen zu können.“
Sohn: „Man gewinnt aber in den Medien den Eindruck, dass jeder, der Veränderungen möchte, als rechts oder auch mal links extremistisch oder gar als antireligiös angeschwärzt wird?“
Vater: „Ja, das haben die Medien so in unsere Köpfe gemeißelt. Veränderung ist schlecht und somit rechts, links oder antireligiös. Hauptsache schlecht. Ohne sachlich zu hinterfragen, wird gleich die emotionale Keule geschwungen.“
Tochter: „Was ist mit der AfD? Das soll doch eine Alternative sein. Aber welche Alternative für Deutschland wollen die denn? Wollen die Deutschland abschaffen? Welche Alternative wäre das? Und wenn die die Flüchtlinge wieder wegschicken wollen, für deren Fluchtgründe wir aber mit unserer Lebensweise verantwortlich sind, dann sind die doch nicht besser als die anderen, sondern das Gleiche, nur mit anderem Namen.“
Vater: „Ja, diesen Eindruck kann man tatsächlich gewinnen. Die AfD tritt für Traditionen und nationale Abgrenzung ein. Hier schließt sich der Kreis zu den anfänglichen Betrachtungen des Adlers. Und naturwissenschaftlich sind Grenzen auch sinnlos. Nahezu jede nationale Entscheidung führt zu grenzüberschreitenden Auswirkungen. Das ist durch den Wasserhaushalt der Erde bedingt. Um das Überleben unserer Art zu gewährleisten, sollten alle nationalen Entscheidungen mit Auswirkungen auf den irdischen Wasserhaushalt mit allen anderen Ländern abgestimmt werden. Wer das kapiert, kapiert auch die Sinnlosigkeit von Grenzen aller Art. Und die Unmenschlichkeit des Abschiebens von Menschen, denen man mit Kriegen und Umweltzerstörung und Armut das Leben in der Heimat unmöglich machte, ist unerträglich. Es können nicht alle herkommen. Dafür ist der Raum zu eng. Aber wir müssen ihnen wenigstens helfen, die Schäden, die wir in den letzten zweihundert Jahren in ihren Heimatregionen angerichtet haben, wieder zu korrigieren und ihnen ihr ursprüngliches Leben wieder zu gewährleisten. Man stelle sich nur mal vor, es würde jemand zwanghaft durch Militär eine Grenze zwischen Augsburg und München ziehen. Neben der Kolonialisierung und wahlloser Grenzziehungen betrifft es vor allem die Armut und den Umweltschutz. Alle Menschen konnten sich bis zur Kolonialisierung selbständig ernähren. Die Einführung von Geld und Religionen schufen Armut und Bildungsbedarf.
Und die anderen Parteien, auch in anderen europäischen Ländern, tun ihr Übriges. Sie machen den Parlamentarismus lächerlich und sagen uns gleichzeitig, wie undemokratisch die AfD ist. Wenn mir jemand, der mich ständig auf den Arm nimmt und jeden Tag Krieg ins Spiel bringt, sagt, dass etwas anderes schlecht ist, dann entscheide ich mich doch aber für das andere, gerade, wenn es den Krieg ablehnt.“
Sohn: „Ich werde den Eindruck nicht los, dass es sich um ein Theaterstück handelt, an dessen Ende immer der gleiche Sieger steht. Warum machen sonst die anderen Parteien den Parlamentarismus so lächerlich?“
Vater: „Ja, meiner Meinung nach, hast Du damit Recht. Sie arbeiten alle am gleichen Ziel. Die Lächerlichkeit entsteht, weil Lügen kurze Beine haben. Sie sollen versuchen, etwas Überholtes und Menschenverachtendes am Leben zu erhalten. Es ist naturwissenschaftlich nachgewiesen, dass die westliche Art des Lebens das menschgemachte Aussterben des Menschen beschleunigt und dennoch sollen sie es im Interesse von Investoren und den Vermögendsten am Leben erhalten. Dabei kann nur etwas Lächerliches herauskommen. Wissenschaftler würden sich für so etwas nicht hergeben. Daher wirken unsere Politiker auch so weltfremd und lächerlich.“
Tochter: „Jetzt ist doch der ungarische Regierungschef, ein Rechter, der also hier links sitzen würde, in die Ukraine, nach Russland und nach China gereist und alle meckern. Sein Land hat doch aber die EU-Herrschaft übernommen. Er ist also der Chef der EU. Was ist daran falsch zu reden, statt zu schießen?“
Vater: „Sehr gute Frage. Die EU ist aus Sicht der Naturwissenschaft eine wichtige, für die Menschen überlebensnotwendige Errungenschaft. Sie müsste immer weiter ausgebaut werden, um dem weltweiten Zusammenspiel aller natürlichen Prozesse zu entsprechen. Daraus erkennen wir Naturwissenschaftler die Notwendigkeit der Vereinten Nationen für das Überleben unserer Art. Aber die gleichen nationalen Parteien stellen wiederum Kandidaten für das EU-Parlament auf und benennen Vertreter für die UN. Um den naturwissenschaftlichen Nutzen aber aus EU und UN ziehen zu können, müssten in diesen Organisationen Naturwissenschaftler und Philosophen sitzen. Vertreter nationaler Parteien behindern jede Entwicklung zum Überleben unserer Art. Sie privatisieren alles, was das Leben der Menschen betrifft, einschließlich Grund und Boden und damit Wasser und Ernährung im Interesse großer Konzerne und ihrer Investoren. Das macht das Leben für alle Menschen immer teurer. Dies wiederum treibt sie in die Abhängigkeit von Krediten und Arbeit. Letzteres vor allem in Jobs, die das Aussterben der Menschen beschleunigen. Und aus alldem resultieren Armut und Kriege um immer knapper werdende Ressourcen. Alles finanziert durch die Anrechnung von Schulden, wie z.B. Krediten, zum Vermögen. Denn über dieses Vermögen erfolgt die finanzielle Abhängigkeit von Ländern wie Griechenland. Jeder Kredit basiert auf den Krediten anderer, für Autos und Häuser, für Handys und Fernseher, für Computer, Heizanlagen und Solarzellen. Jeder Kreditnehmer finanziert gegenwärtige und zukünftige Kriege und die weltweite Armut, die wiederum die Tagelöhne garantiert, die in den Rohstoffländern gezahlt werden. Wohnungsnot wäre durch die Abschaffung von Eigentum an Grund und Boden ganz leicht zu beseitigen. Aber das würde das Kreditaufkommen dermaßen absinken lassen, dass die finanzielle Abhängigkeit aller Länder von den Kreditgebern von heute auf morgen zusammenbrechen würde. Nur deswegen sind EU und UN so derart gestaltet. Wer dagegen auftritt, und etwa die Wohnungsmiete nicht nach Quadratmeter, sondern in prozentualer Abhängigkeit des Vermögens fordert, ist links und somit, mit Bezug auf Deutschlands Mauer, auf Russland, China, Südkorea, Kuba etc. ein Diktator.
Zur Aufrechterhaltung bestehender Machtverhältnisse und der Hoheit über die Rohstoffe dieser Erde mit den gleichen Finanzgewinnen, kann es keine nachhaltige Teilung der natürlichen Ressourcen geben. Jedes Gespräch führt zu einem Kompromiss, der der Gewinnerzielungs- und Gewinnmaximierungsabsicht entgegensteht. Das darf es nicht geben. Die bisher weltweit reichsten und einflussreichsten, aber gleichzeitig bodenschatzärmsten Regionen der Welt können sich daher nicht auf Gespräche einlassen. Sie benötigen den Konflikt und die Aufrüstung. Denn parallel zum Ukrainekrieg formieren sich alternative Wirtschaftssysteme wie die BRICS-Plus-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Nehmen diese ihre Arbeit auf, kommen wir an einer Aufarbeitung der Geschichte seit 1492 nicht vorbei.
Der Ungarische Regierungschef tritt jedoch auch als Vertreter derer auf, die eine Abgrenzung Europas zum Rest der Welt fordern und die Beibehaltung nationaler Grenzen fordern. Dazu muss man wissen, dass Ungarn zum ostfränkischen Reich gehörte. In wessen Interesse er also handelt, sollte feststehen. Meiner Meinung nach wird auch er durch die Lächerlichkeit der Europäischen Gesamtpolitik zum Märtyrer verklärt und vom Wahlvolk gewählt. Aufgrund der von den etablierten Parteien heraufbeschworenen Kriegsgefahr und der Ablehnung von Kriegen durch Vertreter nationaler Kleinstaaterei lässt sich das Wahlvolk gerade zur Wahl von Strukturen verleiten, die längst Vergangenes wieder offiziell wirksam werden lässt: Die Restauration!“
Tochter: „Gibt es keine Partei, die wir wählen können?“
Vater: „Die einzigen, die ganzheitlich denken, sind Menschen, die nicht in Grenzen denken. Das sind Menschen, die in der Regel selbständig denken und sich keiner Obrigkeit unterwerfen. Daraus leitet sich ab, dass es schwer sein dürfte, diese unter einer Macht aus Parteigehorsam und Statut im Namen von Interessenvertretungen zu versammeln. Aber im Ansatz gibt es in Deutschland z.B. eine Partei, die übersichtlich ein ganzheitliches Wahlprogramm hat. Aber diese werden als Satirepartei verkauft und vom Wahlvolk auch angesehen, weil die Wahlplakate nicht verstanden werden. Diese wären nicht ernst gemeint. Aber welche Wahlplakate kannst Du denn ernst nehmen?“
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