20240811: Sport und Politik, Politik und Sport

Pierre de Coubertin gründete 1894 das Internationale Olympische Komitee mit dem Ziel, den weltweiten Sport zur Friedenssicherung regelmäßig zusammenzubringen.

In den 1970er Jahren beschlossen die Regierungen Afghanistans und der damaligen Sowjetunion die Zusammenarbeit und den Aufbau von Bildungs- und Gesundheitswesen sowie anderer gesellschaftlicher, staatlicher Strukturen für alle Bürgerinnen und Bürger in Afghanistan.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2024 übten internationale Regierungen erheblichen Druck auf das IOC aus, Russland von den Spielen auszuschließen.

Die Breakerin Manizha Talash wird bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris disqualifiziert, nachdem sie ein Zeichen für Frauenrechte in Afghanistan, dem seit den 1970er Jahren international umkämpften Krisengebiet, setzte.

https://www.fr.de/sport/sport-mix/olympia-athletin-protest-frauenrechte-bestraft-paris-zr-93235720.html

Ein weiterer Beweis dafür, dass Militär alles an- und vernichtet, aber niemals zu Problemlösungen führt. Und der Beweis, dass der Sport von der Politik benutzt und von seinen olympischen Zielen abgehalten, die Politik aber nicht zum Thema beim Sport gemacht werden darf. Der Sport verkam zum Kommerz, was das Doping förderte, und zum politischen Druckmittel der Regierungen. Aber zur Friedenssicherung darf er nicht verwendet werden. Denn Frieden schafft keinen Reichtum.

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