Nicht ohne Grund verabschiedete 1973 der Deutsche Presserat journalistisch-ethische Grundregeln. Journalistisches und ethisches Fehlverhalten begleiteten uns Menschen schon immer, führten mit den beiden Weltkriegen jedoch zu einer verheerenden Wirkung. Das massenhafte Heer der Mitläufer im Militär, in der Glorifizierung von Nationaldenken und Militär, in der Spaltung, in der Aus- und Abgrenzung sowie im Hass hätte es mit einem Journalismus gemäß dieses Pressekodex weltweit nicht gegeben. Viel Leid wäre der Menschheit erspart geblieben. Die Arbeit der Medien beeinflusst uns Menschen maßgeblich, denn der Mensch entwickelt sich seinem Umfeld entsprechend. Dies gilt für Ideologien und Religionen gleichermaßen. Der Charakter eines Menschen ist das Produkt seiner Umgebung. Nichts anderes. Auch das Begehen von Straftaten ist das Ergebnis der Lebensumstände des die Straftat begehenden Menschen.
Nationalismus in der Betrachtung von Straftaten schafft Vorurteile gegen Nationen und lässt uns die falschen Fragen stellen. Eher sollten die Ursachen aller Fehlverhalten soweit hinterfragt werden, bis der tatsächliche Aufsatzpunkt gefunden wurde und beseitigt wird. M.M.n ist das immer das Eigentum. Denn nur durch Eigentum entstehen Reichtum und Armut und damit Aus- und Abgrenzung sowie Hass. Das Ergebnis aus diesem explosiven Gemisch ist das Nationaldenken bzw. Nationalismus. Nationen sind nichts weiter als Zusammenrottungen von Menschen, die sich gegenüber anderen Rotten Vorteile verschaffen wollen, ohne die Gefahren für das Überleben unserer Art zu erkennen. Es ist eben keine Floskel, dass wir nur zusammen stark sind. In einer in allen Prozessen im Zusammenhang stehenden Natur sind wir wirklich alle gemeint, nicht irgendwelche Rotten, die unter vererbten Mächten knechten oder im Krieg sterben.
Bei der Betrachtung des Zusammenwirkens von Rotten bzw. Nationen unter dem Einfluss von Eigentum ist insbesondere die Zusammenarbeit von Monarchie und Monotheismus zu sehen (Mono sagt ja eigentlich schon alles), die in der Kolonialisierung der ganzen Erde gipfelte. Und Kolonialisierung bedeutet immer Eigentum an Menschen und deren Freiheitsentzug sowie der Verlust eigener Lebensweisen und das gewaltsame Überstülpen fremder. Das Ganze dann mit einem globalisierten Finanzsystem in Abhängigkeiten zu bringen, schafft Armut und Reichtum. Woran bzw. an wem liegt es also, dass andere herkommen und nicht in ihrer Heimat weiterleben wollen und/oder können?
Jeder Mensch ist empfänglich für Fehlverhalten, so er ungerecht behandelt wird, so er einen anderen Wert zugewiesen bekommt, als andere. Kolonialisierung und das Vorenthalten von ausreichend Bildung zu den Naturwissenschaften stellen nicht nur Unrecht dar. Sie sind aufgrund ihrer Auswirkungen Verbrechen. Denn sie lassen uns Menschen selber ausrotten.
Haben in den vergangenen Jahrtausenden Strafen irgendwas bewirkt? Welche Straftaten finden nicht mehr statt, weil wir sie bestraften und bestrafen? Warum hinterfragen wir statt der Nationalität nicht die Ursachen des Täters Handelns? Wo ist ihm was und wie unter welchen Bedingungen widerfahren, was ihm zu seinem Fehlverhalten veranlasste? Wenn es Zentren von Straftaten gibt, müssen doch die Gründe in der Gesellschaft zu finden sein. Uns was sind Straftaten? Auch Kriege? Rüstungsindustrie? Waffenhandel? Aufgrund deren Eingriffe in die gesamte Natur und somit in die Prozesse im Baum des Lebens, sind diese Fragen mit einem klaren JA zu beantworten. Also, was sind die Ursachen dafür, dass die Handvoll Rotten/Nationen alle anderen Rotten/Nationen dieser Erde mit Waffen überhäufen und gegen diese dann in den Krieg ziehen, wenn sie nicht das damit machen, was sie tun sollen? Ich halte diesen Aufruf, Straftat und Nationalität zu benennen, für vom Hass und Ablehnung geprägten Nationalismus. Ich hinterfrage auch nicht die Nationalitäten der Zeitung und des Autors, sondern die politische Ausrichtung der Zeitung. Die Zeitung ist eine bürgerlich-konservative, marktliberale Zeitung. Konservativ kommt von Konservieren. Also altes für immer am Leben halten. Und das in einer Natur, die sich ständig ändert. Na Hallo Julia! Da kann es doch nur um alte Verhaltensweisen und alte Mächte gehen. Wie weit zurück, auch in der Form der Bestrafung? Also Duckmäuserei und Monarchie? Machen, was einem von Leuten gesagt wird, die die Natur von irgendjemand Hand gemacht sehen? Frauen an den Herd und die Männer fragen, ob sie eine Fahrerlaubnis für das Auto erwerben dürfen? Bestrafung bei natürlicher Krankheitsbekämpfung mit Hilfe von Kräutern? Neu, also selbständig denkend, wäre die Ursachenbeseitigung für alle Straftaten durch immer weiteres Hinterfragen. Aber das soll bei Nationalitäten aufhören, damit die globalen Märkte liberal bleiben. Aber was heißt denn marktliberal? In den globalen Handels- und Finanzmärkten kann jeder machen was er will, ohne Rücksicht auf Verluste. Nachhaltigkeit und nachfolgende Generationen sind einfach Opfer zur Erreichung der eigenen Produktions-, Finanz- und Machtziele. Insofern kann ich den Veröffentlichungsort des Artikels nachvollziehen. Aber nach tausenden von Jahren noch immer an dieser Stelle des Hinterfragens aufzuhören, ist zurückgeblieben. Eben konservativ.
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