Pünktlich zum Jahrestag des Mauerbaus gibt es wieder viele Kommentare um linke Regelungswut.
Jedes erfolgreiche Unternehmen plant leider nur Gewinne und nicht den globalen, Menschenleben erhaltenen, natürlichen Ressourcenverbrauch. Aber es plant und unterliegt einer strengen Planwirtschaft. Das nennen sogenannte Wirtschaftsexperten Ganzheitlichkeit. Im Interesse finanzieller Gewinne wird sogar der Mensch ge- und verplant. Das stärkt die Wirtschaft und ist dringend notwendig. Auf Unternehmenssicht rechtfertigt die Planwirtschaft damit Gehälter und Boni von Managern, die um das mehr als 1.000- manchmal auch um das 10.000-fache höher liegen, als die Gehälter derer, die mit den Kunden in direktem Kontakt stehen. Obwohl die Unternehmen in ihren Webeslogan alle den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Und dann heißt es immer, die Schlüsselpositionen müssen entsprechend vergütet werden. Abgesehen davon, dass unterschiedlich hohe Vergütungen gegen Menschenrecht verstoßen, weil sie die Lebenszeit von Menschen unterschiedlich bewerten, fördern derartige Gehaltsstrukturen nur eins: Die Armut! Denn die Zugangsbarrieren zu den wichtigsten Lebensgrundlagen, wie wohnen und gesund ernähren, werden durch derartige Gehälter immer höher und für immer mehr von uns unüberwindbar. Mit den dann notwendig werdenden, Wohlstand definierenden Krediten werden Kriege finanziert, mit denen die an Rohstoffen armen und dennoch fiktiv vermögenden Nationen dieser Erde unseren Planeten für uns Menschen immer schneller unbewohnbar machen.
Ja, unsere Städte werden immer hässlicher. Immer mehr Häuser mit „Schießscharten“ oder riesigen Glasfassaden entstehen seit den 1990-iger Jahren. Und egal wo, in Spanien, Russland, Deutschland, Griechenland, Italien, Bulgarien oder Sydney. Sie sehen, dank internationaler Investoren, überall gleich aus. Renditeorientierte Immobilienwirtschaft auf der ganzen Welt. Unsere Gesellschaften werden mit Diskussionen um Nationalitäten und Flüchtlinge gespalten, die Immobilienwirtschaft und ihre nach Dividenden gierenden Investoren verdienen sich eine goldene Nase zu Lasten des Steuerzahlers. Keine Miete ist verlässlicher auf dem Konto als die für Flüchtlinge. Jeden Monat zum gleichen Tag in der gleichen Höhe, finanziert vom Steuerzahler. Damit lässt sich an den internationalen Finanzmärkten verlässlich investieren. Und das kommt von linker Regelungswut? Das wusste ich nicht.
Und die Mauer? Ein unmenschliches Bauwerk mit Selbstschussanlagen aus nicht nur DDR-Zement, sicherte 1961, nach dem 17.Juni 1953 und der Londoner Schuldenkonferenz, die Spaltung Deutschlands und verhinderte somit die Fälligkeit der Schulden aus dem 2. Weltkrieg. Sie fiel erst, als die finanzwirtschaftlich gleichgestellte DDR-Bevölkerung die bisher einzige friedliche Revolution der Menschheit erfolgreich durchführte. 1989 musste schnell gehandelt werden. Es drohte plötzlich eine liberale Volksrepublik auf deutschem Boden. Genau das sollte doch seit 1919 verhindert werden. Und noch wichtiger war der Name des Vertrages zur Deutschen Einheit. Mit 2+4-Vertrag erhielt dieser einen solchen, nichtssagenden Begriff nur, weil unbedingt das Wort Friedensvertrag verhindert werden musste. Ein Friedensvertrag hätte fatale finanzwirtschaftliche Folgen gehabt. Die Mauer war alles andere als ein antifaschistischer Schutzwall.
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