20241001: Ein Mensch verneigt sich

Ich sage Danke zum scheidenden  NATO-Generalsekretär.
Ihm verdanke ich, dass die Menschheit dem Suizid so nahe gekommen ist, wie nie zuvor. Ich verdanke ihm eine erneute Aufrüstung und somit unumkehrbare Schäden an der Natur, an unserer Art und am ganzen Leben auf diesem Planeten. Ich verdanke ihm den Fortbestand einer Jahrtausende alten Tradition, Meinungsverschiedenheiten gewaltsam, Tod und Elend tolerierend, bestehen zu lassen, statt sie durch sachliche, naturwissenschaftlich fundierte Analysen und Diskussionen einer nachhaltigen Problembehebungen zuzuführen. Ich verdanke ihm, dass immer und immer wieder junge Menschen ihr Leben unter dem Einfluss von Waffen verlieren, während unnatürliche Aus-und Abgrenzungen in einer in allen Prozessen zusammenhängenden Natur Konjunktur erleben. Ich bedanke mich, dass es gelungen ist, Naturwissenschaften und Liberalismus soweit zu verunglimpfen, dass wir die darauf beruhenden Gängelungen nicht mehr ertragen müssen. 

Als kleiner, eigentlich zu vernachlässigender We(h)rmutstropfen bleibt nur, mit einem sowohl im ruhenden als auch im aktiven Zustand alles Leben auf der Erde vernichtenden Militärbündnis die zur Friedenssicherung gegründeten Vereinten Nationen und deren Sicherheitsrat, dessen Veto-Mitglieder Russland, Frankreich, England, China und die USA sind, nachhaltig gespalten zu haben, statt zu deren Einheit im Bemühen um weltweiten Frieden beizutragen.

Aber es kann einem ja nicht alles gelingen. Er wird einen angemessenen Platz in den Geschichtsbüchern finden. Viele werden über ihn reden. Sollte diese sein Anspruch gewesen sein, ist ihm doch alles gelungen.

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