Zentralistischer als monotheistische Religionen geht es gar nicht. Denn eine sachliche Diskussion unterschiedlicher Meinungen findet nicht statt. Dennoch hofieren wir diese als Kulturkreise. Außerhalb von Religionen steht das nur noch dem europäischen Hochadel zu. Diese tödliche Allianz kam durch die 5 Atlantischen Revolutionen, insbesondere durch die Französische Revolution, ins Wanken. Die tödlichste Institution, die es jemals unter uns Menschen gab, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, musste sich dieser 1806 zunächst geschlagen geben. Nach der Niederschlagung der Französischen Revolution 1813 durch den nur im Krieg vereinten europäischen Adel wurde dies jedoch auf dem Wiener Kongress 1815 nachhaltig korrigiert. Alte Machtstrukturen wurden wiederhergestellt. Die bis dahin kolonialisierte Welt wurde unter dem Hochadel aufgeteilt. Die Kolonialisierung der restlichen Welt folgte alsbald. Die nach 1815 entstehenden politischen Strömungen unter den Menschen zwangen diese Allianz allerdings bis in die Gegenwart in die Dritte Reihe. In der ersten Reihe der Wahrnehmung stehen heute politische Parteien, in der Zweiten Medien und Investoren, nach außen vertreten durch Wirtschaftslobbyisten, und erst in dritter Reihe, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen, die Bilderbergkonferenz. Letzteres ist einfach nur ein anderer Name für den Wiener Kongress. Die Befehlsvergabe erfolgt jedoch bis heute in umgekehrter Richtung. Denn in Parteien lassen sich menschliche Meinungen und Strömungen sehr einfach kanalisieren. Parteien haben sich an alles zu halten, was ihnen die dritte Reihe durch die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat, irgendwelche Verfassungen und durch das Weltwirtschaftsforum vorgibt. Ein Abweichen davon, etwa eine naturwissenschaftlich geprägte Strukturform, die Spaltung der Menschen verhindern würde, wird als Diktatur und als antidemokratisch verleumdet. Sie würde angeblich den Diskurs verhindern. Das lassen wir uns von zentralistischen Religionen und Nationalisten (Adelsreiche) erzählen. Dabei handelte es sich doch bei einer naturwissenschaftlichen Strukturform um die gleiche Strukturform einer Religion oder eines Königreiches. Nur eben auf der Grundlage von freier Wissenschaft und nicht von unterdrückendem Glauben und kriegerischer Vaterländer. Glauben darf und muss zentralistisch sein, sonst führt er nicht zur Unterwerfung. Aber auch in den Religionen werden wir zerstritten gehalten. Nur darüber lässt sich eine Versklavung von Menschen durch den Menschen durchsetzen. Nur darüber können Rohstoffe im Rahmen der Globalisierung zu Gewinnen Weniger führen. Jede Form einer gesamtmenschlichen Einheit würde dies verhindern. Es gibt keine naturwissenschaftlichen Parteien, da sich Atheisten keiner Obrigkeit unterwerfen und in der Regel selbständig denkend sind. Ja, es gab und gibt Ausnahmen. Aber nur, wenn sie von politischen Parteien instrumentalisiert wurden und werden. Was für eine Vorstellung, keine, politischen Diskurs vortäuschenden, politischen Parteien, die vor der Bilderbergkonferenz buckeln, würden uns gegeneinander aufhetzen, sondern eine einzige, weltweit wirkende, rein naturwissenschaftlich orientierte Strukturform, die sich keiner Obrigkeit unterordnet und deren Diskussionen nur auf sachlicher Ebene geführt würden, würde unser Zusammenleben organisieren. Gäbe es dann Armut, unterschiedliche Wertigkeiten von Menschen, Kriege, Earth Overshoot Day?
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