20250701: Militarisierung und Wehrpflicht gegen die Befreiung der Menschheit vom Kolonialismus. Warum Deutschland die „ganze Welt finanziert“? 

Meiner Meinung nach, nur so eine Vermutung:

Krieg in Europa gab und gibt es nur, wenn Europa selber imperialistisch wirkte und wirkt. Denn in Europa gibt es nichts zu holen. Was ich mit imperialer Wirksamkeit meine? Dazu bin ich so frei, einen Beitrag von der Internetseite „www.Wissenschaft.de“ zu zitieren:

„Christoph Columbus, Amerigo Vespucci, Hernán Cortéz oder Francisco Pizarro – mit diesen Namen verbindet man die Entdeckung und Eroberung Südamerikas. Doch genaugenommen waren sie nur die Handlanger von Bankiers und Handelsmagnaten in Mitteleuropa, die das Unternehmen der Eroberung Südamerikas mit Millionen Gulden finanzierten. Zwei Historiker von der Universität Jena haben Notariats-Akten aus den Kontoren und Kanzleien der oberdeutschen und norditalienischen Hochfinanz des 16. Jahrhunderts gesichtet und in Buchform jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die wirkliche Eroberung des südamerikanischen Kontinents spielte sich in den stillen Kontoren und Kanzleien in Augsburg, Nürnberg, Genua, Sevilla und Cádiz ab. Hier saß die Hochfinanz des 16. Jahrhunderts, die Fugger, die Welser, Neidhart und Cromberger, die Spinola, Cattaneo und andere, die für die spanische Krone die Logistik und das Kapital für die Expeditionen in die Neue Welt organisierten. Rolf Walter und der inzwischen verstorbene Hermann Kellenbenz haben unzählige Notariatsakten aus den Archiven von Sevilla und Cádiz gesichtet und ausgewertet, die Licht in diese beispiellose Expansionsunternehmung bringen. Etwa 1.000 dieser Akten haben die beiden Wirtschafts- und Sozialhistoriker in ihrem Buch zusammengestellt. Dabei geht es um Darlehen, Bürgschaften und Wechselgeschäfte, den Zahlungsverkehr sowie Geld- und Messegeschäfte großen Stils. In einem System von Verträgen und Unterverträgen wurden die Rechte und Pflichten der beteiligten Partner dokumentiert. Die oberdeutschen Handelsmagnaten bildeten die Geldgeber-Konsortien auf der einen Seite, die Beauftragten der spanischen Krone waren die andere Seite. Detailliert hielten die Kontrakte fest, wo in der Neuen Welt Niederlassungen und Faktoreien zu gründen wären, oder welche Fachleute die Ausbeutung der vermuteten Reichtümer vor Ort betreiben sollten. Die Handelsmagnaten versprachen sich von ihrem Einsatz von – wie man heute sagen würde – “Venture Kapital” weitgehende Rechte an der Exploration der Neuen Welt. So vereinbarte Bartholomäus Welser mit Kaiser Karl V. 1528 einen so genannten Asiento, einen Generalvertrag über das heutige Venezuela. Welser finanzierte die Flotten, ihre Ausrüstung und ihre Besatzung. Im Gegenzug erhielt er das Land praktisch zum Lehen. Doch das prunksüchtige spanische Herrscherhaus erwies sich in seinen Geldgeschäften insgesamt als ein unsicherer Kantonist. Zwar wurden nicht alle Groß-Kaufleute wie die Welser, die ihre besten Leute in die Neue Welt geschickt hatten, ruiniert, doch viel Geld verloren fast alle, die die Expansionsunternehmungen unterstützt hatten. “Rein wirtschaftlich gesehen, war das Engagement der oberdeutschen und italienischen Finanzwelt in der Neuen Welt ein Desaster”, urteilt denn auch Rolf Walter. Die politischen und kulturellen Folgen der rücksichtslosen Ausbeutung und Kolonialisierung der südamerikanischen Länder aber bleiben bis heute spürbar. Bibliographischer Hinweis: Hermann Kellenbenz, Rolf Walter (Hg.): Oberdeutsche Kaufleute in Sevilla und Cádiz (1525-1560). Eine Edition von Notariatsakten aus den dortigen Archiven. Stuttgart 2001. 712 Seiten. DM 144,00. Doris Marszk“

Und wer musste und muss diese einstige und bis in die Gegenwart wirkende Kolonialisierung und diese deutsche Hochfinanz finanzieren, damit es so bleibt, wie es ist? Korrekt! Der europäische, insbesondere der deutsche Steuerzahler verschafft, wie schon in den letzten vielen hundert Jahren, dem Adel immer wachsendes Vermögen. Die Hochfinanz einst und heute funktioniert nur durch Kredite. Wenn wir uns von Schmarotzern verabschieden wollen, sind es Deutschlands Reichste/Vermögendste. Wie eh und je. Wenn wir dies alles nicht mehr ermöglichen wollen, sollten wir für Nichtvererbarkeit von Grund und Boden eintreten und keine Kredite aufnehmen. Die Europäische, aber insbesondere die deutsche Hochfinanz lebt einzig von Schulden. Jeden aufgenommenen Kredit kann sie bis zum Zehnfachen der Kreditsumme als weiteren Kredit verleihen. Für die Hochfinanz stellen Kredite Vermögen dar. Deswegen wird Wohnraum und werden Autos hier immer teurer. Deswegen privatisiert die EU den gesamten Lebensbereich, von Wohnen über Essen bis zur Mobilität. Damit wir dafür immer höhere Kredite aufnehmen müssen. Auf diesen ganzen Schulden basiert das jüngste „Konjunkturprogramm“ der Merz-Regierung über das sogenannte Sondervermögen. Ein anderes deutsches Konjunkturprogramm führte zum einstigen Exportweltmeister Deutschland. 1958/1959 machten die Gläubigerstaaten der Weltkriege auf der Londoner Schuldenkonferenz Deutschland durch Schuldenerlass (z.B. Griechenland) wieder kreditwürdig. Dies bedeutete, dass Deutschland Kredite aufnehmen und vergeben durfte. Seitdem „finanziert“ Deutschland wieder die ganze Welt, wie z.B. über den Europäischen Rettungsschirm. Die Länder erhalten Kredite zu hohen Zinsen, verbunden mit der Abnahmeverpflichtung von Produkten des Kreditgebers in Höhe der Kreditsumme. Alles gut beschrieben in Wolfgang Schorlaus Buch „Der große Plan“ aus der Denglerreihe. 

So musste einst Griechenland sein Volkseigentum verscherbeln und Sozialausgaben kürzen, dafür aber Panzer für ein paar Milliarden Euro von Deutschland kaufen. Und so funktioniert die Finanzierung der Kolonialisierung heute. Aber die Länder sind doch jetzt selbständig, oder? Nein! Meist in der Selbstverwaltung und mit eingesetzten Politikern versehen, bleiben alle Kolonialprozesse durch alle Zahlungen erhalten. Wie sonst sollte der Kapitalismus mit billigsten Löhnen und Arbeitsprozessen, ohne Arbeitsschutz- und Umweltkosten in den rohstoffreichen Kolonien funktionieren? Wie sonst sollten die europäische und insbesondere die deutsche Industrie solche gigantischen Gewinne über Jahrhunderte hinweg „erwirtschaften“, obwohl hier keine nennenswerten Rohstoffvorkommen vorliegen und alles rangekarrt werden muss, bevor es wieder überall hin verkauft wird? Blöd nur, dass alle kapitalistischen Produktions- und Logistikprozesse zur Gewinnoptimierung den natürlichen Wasserkreislauf derart vergiften, dass alle Menschen daran erkranken und im zunehmenden Maße verrecken.

Doch die Verträge laufen langsam aus und/oder Rohstoffe sind in den Kolonien ausgebeutet und/oder die Sklaven befreien sich aus der Versklavung. Die Kolonien wehren sich und bilden eigene, dem europäischen Kolonialismus, mit Kapitalismus und Faschismus, konkurrierende Wirtschaftsverbände, wie BRICS und Shanghaier Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Schluss mit Ausbeutung und Kapitalismus, dem einen Instrument des europäischen Adels zur Umsetzung ihrer Machtgelüste. Gegen diese Befreiung der Kolonien hilft in den Köpfen der durch Stammbauminzucht unheilbar Dümmsten unserer Art und ihren Wirtschafts- und Unternehmensberaterexperten (Weltwirtschaftsforum, zufällig im Schweizer Davos – Schweiz, der Schmelztiegel für Ost- und Westfränkisches Reich sowie der Kirche) nur Militarisierung und Wehrpflicht. Das Zentralorgan zur Umsetzung ist die NATO, wie wir es gerade erleben. Zur besseren Umsetzung und zur besseren Ausübung von Druck für Gehorsamkeit und nationalem Pflichtbewusstsein (Wehrpflicht), bedient sich gerade der europäische Adel durch sogenannte rechte Strömungen seines zweiten Instruments zum Machterhalt, dem Faschismus. Faschismusdefinition: „Obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.“ 

Und interessanter Weise von den Medien, dem Sprachrohr und der Gehirnwäscheeinheit der Bilderbergkonferenz, bewusst ausgeblendet, liegen die Wurzeln der jüngsten englischen, französischen und russischen Königs-, Kaiser- und Zarenreiche im Deutschsprachigen: Sachsen Coburg und Gotha, Hannover, Franken etc. Zufällig bilden England, Frankreich und Russland die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat zusammen mit ihren Kolonien China (durch Opiumkriege okkupiert) und den USA (durch den Siebenjährigen Krieg okkupiert). Muss ein Zufall sein, dass die Auseinandersetzungen mit Russland seit dem Sturz des Zaren 1917 immer intensiver werden. Einer der größten Geldflüsse für die NSDAP und den zweiten Weltkrieg kam vom russischen Exiladel. Eine Romanowa überlebte in Spanien (siehe Rolle Spaniens im eingangs zitierten Beitrag). Sie heiratete 1976 Franz Wilhelm Prinz von Preußen und gebar 1981 den Erben dieser Allianz, Gregori Michailowitsch Romanow. Diesem Thronverlust der Romanows 1917 „verdanken“ wir das kriegerische Versteckspiel der Mitglieder der Bilderbergkonferenz und die angebliche Demokratie der westlichen Welt. Letztere sollte die ernste Alternative zur Kolonialisierung und Versklavung, dem Kommunismus, den Rang ablaufen. Durch Unterwanderung der angeblich kommunistischen Länder (diese waren weit weg vom Kommunismus) mit willfährigen oder unfähigen Politikern, gelang dies bis heute. Nun kommt die Kehrtwende. Die NATO-Osterweiterung soll nun für das „Heim holen“ des Festlandkolonialisten in den adeligen Kreis sorgen. Denn Russland ist eine treibende Kraft der BRICS-Staaten (mit Brasilien, Indien, China und Südafrika, alles rohstoffreiche Kolonien) und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit u.a. mit dem Iran und Indien. Dass da gerade Kriege geführt werden, muss ein Zufall sein. Dafür werden Millionen Soldaten über eine Wehrpflicht zum Sterben und Morden verpflichtet. Dafür wollen unsere Politiker unsere Kinder zur Wehrpflicht erpressen und in dieser verheizen. Dafür sollen wir über Aktien die Rüstungsindustrie finanzieren. Immer wieder Finanzierung und Hochfinanz. Wie bei der Kolonialisierung Südamerikas, nein ganz Amerikas, und der Welt. Es nimmt kein Ende. Ganz im Gegenteil, es wird immer perfider. Dank vieler Mitläufer, vor allem kreditaufnehmende Häuslebauer und Autokäufer sowie Aktien der Rüstungsindustrie kaufende. Und nun schafft es wohl jeder zu erkennen, wer wo finanzieren muss, damit alles so bleibt, wie es ist. Warum wir etwa in Peru Radwege bauen oder warum, wie die Medien wieder lauthals vermelden, Deutschland scheinbar die ganze Welt finanziert? Diese Art und Weise der Finanzierung der Kolonialisierung einst und heute ist der Beweis, dass noch heute die gleichen Machtstrukturen wirken, wie vor hunderten Jahren. Heute verstecken sie sich nur hinter der Bilderbergkonferenz und täuschen seit 100 bis 150 Jahren Entmachtung zugunsten des Wahlvolkes von instrumentalisierten und korrupten Parteien vor, die nur zum Bestand der durch die Kolonialisierung geschaffenen Kapitalismusstrukturen beitragen müssen. Deswegen rüsten wir jetzt durch riesige Kreditsummen auf. Der Krieg in der Ukraine ist von beiden Seiten pervers. Die ukrainische Bevölkerung ist nichts weiter als Kanonenfutter für bildungsbedürftige Artgenossen in Bilderbergkonferenz und Politik. Denn Bildung hätte diesen sinnlosen Krieg durch Gespräche längst beendet. So sehr ich mich vor der folgenden Aussage ekel: Fällt Russlands Oligarchie, kehrt Russland in den Kreis der Monarchie zurück. Dann gewähren sie ihm wieder seine kolonialistische Ausdehnung von einst. Dann kehrt das Mittelalter zurück. Und wir Hirnverbrannten latschen jedes Jahr zu zig Mittelalterfesten und bejubeln die Darsteller. Dass wir kurz davor sind, erkennen wir beim Met saufen und Großhandelsfleisch fressen nicht. Und wer die Strukturen von BlackRock und Vanguard immer weiter hinterfragt, landet beim europäischen Adel. Muss ein Zufall sein…

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