20250723: Sehr geehrte Mitglieder der Bilderbergkonferenz und deren Handlanger! Niveaulos und menschenverachtend sind die ewig Gestrigen.

Im deutschen Bundestag wird es gerade wieder eindrucksvoll bewiesen: Wir Europäer, aber insbesondere wir Deutschen, sind mindestens auf dem Niveau von vor 151 Jahren stehen geblieben. Manche in ihrer Militär- und Kriegsbesessenheit sogar auf dem Niveau von vor 6.000 Jahren. Das betrifft in unserem Umfeld Gewählte und Wählende gleichermaßen. Dass die Ursache in traditionellem, blindem Folgen in Religionen instrumentalisierten Glaubens zu finden ist, wird nun schon seit ca. 2.600 regelmäßig, aber stets nach Kriegen, von Philosophen belegt.

„Die Philosophie entstand im antiken Griechenland im 6. Jahrhundert v. Chr. Ihre Anfänge werden mit den Vorsokratikern wie Thales, Heraklit und Parmenides in Verbindung gebracht, die begonnen haben, die Welt durch rationales Denken und nicht durch Mythen zu erklären.“

Ob vor 151 oder 2.600 Jahren stehengeblieben, niveaulos und menschenverachtend sind die ewig Gestrigen.

Vor 151 Jahren veröffentlichte Gottfried Keller eine Novelle mit dem Titel: „Kleider machen Leute“.

Sie erzählt von einem armen Schneiderlehrling, der wegen seiner vornehmen Kleider für einen Grafen gehalten wird und der diese Situation solange ausnutzt, bis die Täuschung schließlich auffliegt.“

Das Outfit einer Person beeinflusst wesentlich deren Wahrnehmung und Wirkung. Menschen werden oft zuerst nach ihrem Äußeren beurteilt, wobei vor allem die Kleidung den psychologisch wichtigen ersten Eindruck prägt.“

Also völlig egal, was ein Mensch denkt, wie er handelt und andere behandelt, ob er Krieg sät, ob er extrinsisch motiviert, manipulier- und korrumpierbar nur an sich denkt. Solange er feine, uniforme Kleidung trägt, ist alles in Ordnung. Das Zeigen unterschiedlicher Meinungen ist nicht standesgemäß und hoffähig. Wie weit ist es dann noch bis zur Einschränkung der freien Meinungsäußerung, des Hinterfragens, des rationalen Denkens, also der Philosophie?

Und nun die neuen Vorgaben zum Erscheinungsbild von Menschen und Gebäuden im deutschen Bundestag mal 5 Sekunden wirken lassen. Dann verstehen wir auch den hohen Grad an Unsachlichkeit und fehlender Diplomatie in der europäischen und, leider im besonderen Maße, deutschen Politik. Und die, die uns diese wahrscheinlich irreparablen Schäden gerade zufügen, wurden von Menschen gewählt, deren Kinder demnächst auf dem Schlachtfeld ihr Leben lassen werden.

Und all das übertragen wir auch auf Gebäude. Sogar die Beflaggung muss uniform sein. Menschen aus Lehmhütten sind weniger Wert, als Menschen aus Burgen und Schlössern. Nichts hat sich geändert. Während die „Lehmhütten“ als und für Immobilienspekulationsobjekte für den Pöbel unbezahlbar oder einfach abgerissen und ersetzt werden, wird der Schutz von Burgen und Schlössern über das Weltkulturerbe gewährleistet. Sehr geehrte Mitglieder der Bilderbergkonferenz! Es ist unerträglich widerlich! Was fehlt Euch, dass Ihr das nicht merkt? Und auch nicht, dass Ihr genauso von den Auswirkungen betroffen seid, wie jeder von uns. Wer zum naturwissenschaftlich ganzheitlichen Denken und Handeln nicht in der Lage ist, sollte das schnellstmöglich nachholen oder sich aus der Gestaltung der menschlichen Lebensverhältnisse raushalten – bzw. herausgehalten werden!!!

Und immer aktuell, weil es Menschen bei uns gibt, die das wählen, was in ihrer Familie schon immer gewählt wurde: „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader

„Weit in der Champagne im Mittsommergrün
Dort, wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blühn
Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht im Wind
Der sanft über das Gräberfeld streicht

Auf deinem Kreuz finde ich „toter Soldat“
Deinen Namen nicht, nur Ziffern
Und jemand hat die Zahl 1916 gemalt
Und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt

Auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heut immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben

Hast du, toter Soldat mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt
Können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeihn
Warst Soldat, um zu sterben nicht um jung zu sein

Vielleicht dachtest du dir: „Ich falle schon bald“
Nehme mir mein Vergnügen wie es kommt, mit Gewalt
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
Vor dir selber geschämt und es doch nie getan

Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heut immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben

Soldat, gingst du gläubig und gern in den Tod?
Oder hast du, verzweifelt, verbittert, verroht
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß?
Ich hoffe es traf dich ein sauberer Schuß

Oder hat ein Geschoß dir die Glieder zerfetzt?
Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt?
Bist du auf deinen Beinstümpfen weitergerannt
Und dein Grab birgt es mehr als ein Bein, eine Hand?

Auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heut immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben

Es blieb nur das Kreuz als einzige Spur
Von deinem Leben doch hör meinen Schwur
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein

Dann kann es geschehen, daß bald niemand mehr lebt
Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt
Doch längst finden sich mehr und mehr Menschen bereit
Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit

Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heut immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.“

Hinterlasse einen Kommentar