20250918: Vermögende – Denn sie wissen nicht, was sie anrichten

Im „ZEITmagazin“ ließ sich dieser Tage ein Begünstigter nicht selbst erarbeiteten Einkommens, der Erbschaft, darüber aus, wie ungerecht der Umgang mit Vererbung ist. Ich möchte dieser Ungerechtigkeit gerne etwas Aufmerksamkeit schenken.

Vererbt werden in der Gegenwart vor allem Vermögenswerte. Was ist Vermögen? Ein völlig fiktiver Wert, der zur Teilnahme an Finanz-, Dienstleistungs- und Warenmärkten verwendet wird. Wenn ich einen solchen Vorteil vererbt bekomme, in den meisten und somit schlimmsten Fällen ohne eigenes Zutun, also nicht durch eigenen Arbeitsfleiß, wie ihn dieser Tage die Bundesregierung mit 48-Stundenwoche als unumgänglich von uns einfordert, ist das ein Einkommen und ist somit zu versteuern. Und die gleichen Punkte ergeben auch die Notwendigkeit einer Vermögenssteuer. Eigentlich müsste auf das Vermögen auch eine Armutsausgleichssteuer gezahlt werden. Denn dieses fiktive Vermögen erhöht für alle Marktteilnehmer die Einstiegshürden in allen Märkten, aber insbesondere für Wohnraum, Mobilität und Ernährung, und trägt somit maßgeblich zur Vergrößerung von Armut, Elend, Hunger sowie Aus- und Abgrenzung bei.

Warum gibt es also keine Vermögenssteuer? Warum rückt die Erbschaftssteuer nun wieder in den Mittelpunkt? Nun, die Antworten sind m.M.n. ganz einfach. Die Erben der größten Vermögen sind meist die, die in keiner 40- oder bald 48- bzw. 60- Stundenwoche einer Arbeit mit Gehalt oder Lohn nachgehen. Und wer verfügt über das größte Eigentum an Grund und Boden? Richtig, da sind wir wieder beim europäischen Adel. Und, gehen die einer geregelten Arbeit nach? Für das Tragen ziviler, militärischer und religiöser Uniformen bekommen die die größten Vermögenswerte weltweit vererbt. In welchen Größenordnungen zahlen diese Erbschafts-, Vermögens- und Armutsausgleichssteuer? Leistung muss sich lohnen, betonen unsere Politiker immer und immer wieder. Selbst Rentner sollen nun wieder arbeiten. Was für ein asoziales Geblubber. Welche adäquaten Leistungen erbringen Erben von Vermögenswerten, wenn die Werte ihrer Vermögen nur alleine durch den zukunftssichernden Vererbungsvorgang steigen und sie damit die Marktpreise durch erhöhte Nachfrage beeinflussen? Hohe Vermögenswerte, insbesondere für Immobilien, für unser aller Lebensraum, sichern hohe und immer steigende Kreditsummen, die die Vermögenswerte wiederum steigen lassen. Und diese Kredite bilden die Grundlage für alle Sondervermögen und somit Kriege sowie finanzielle „Rettungsschirme“ für Entschuldungs- und Nachkriegsaufbauprogramme und somit die Absicherung von bestehenden Kolonien (Amerika, von Nord bis Süd, Afrika, Asien und Teilen Europas) und der „Erschließung“ weiterer Kolonien (z.B. Griechenland, Ukraine). Auf Vermögenswerten und ihrer Entwicklung, basieren alle Armut, Hunger, Elend und Kriege dieser Erde. Wenn wir diesem geisteskranken Instrument des Todes schon kein Einhalt gebieten, z.B. durch Nichtvererbbarkeit von Grund und Boden (niemandem wird genommen), so muss es wenigstens rechtmäßig dem Eigentümer gegenüber besteuert werden. Da es die gesamte Welt betrifft, ist es eigentlich sogar eine Weltsteuer. Wird Vermögen nicht besteuert, sind ihm nach oben keine Grenzen gesetzt und somit auch nicht der Armut und Verelendung und somit auch nicht der Kriegsnotwendigkeit und -führung.

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