20251029: Hallo Herr Gates, Armut und Umweltschäden haben die gleiche Quelle!

Bill Gates fordert Kurswechsel von der Klimawandel- zur Armutsbekämpfung. Der Kapitalismus, dessen finanzieller Nutznießer Herr Gates ist, erfordert für sein Funktionieren, dass jeder Prozessschritt billiger ist, als der vorhergehende. Und welcher Prozess steht da meist ganz vorne in jeder Prozesskette? Die Rohstoffgewinnung. Wer lässt das mit sich machen? Eigentlich niemand. Es sei denn, er lässt sich aller Bildung berauben und begibt sich in ein Abhängigkeitsverhältnis, welches den Eigentümern dieser Prozessschritte erlaubt, ihn dermaßen aller Menschenrechte zu berauben. Kurz: Kolonialisierung! Bevor sich Menschen militärisch Grund und Boden als Eigentum unter den Nagel rissen, konnte jeder Mensch weltweit nachhaltig wohnen und essen. Dann kamen die Europäer und brachten mit ihrem Fortschritt aus in Religionen instrumentalisierten Glauben und Tod sowie auch Völkermord durch Waffengewalt oder Krankheiten. Ohne sich in fremde Kulturen zu integrieren, beraubten die Europäer überall auf der Welt mit ihrer Aneignung fremden Grund und Bodens alle Menschen der freien Möglichkeiten des Wohnens und Essens. Sie enteigneten alle Menschen ihrer normalen, freien und gesunden Lebensweise. Die Kolonialisierung, das Eigentum an Grund und Boden, ist somit die Quelle aller Massenarmut und allen Massenhungerns weltweit. Und sie ist gleichzeitig die Quelle des Kapitalismus. Überall auf der Welt holen Sklaven unter billigsten und somit menschenverachtendsten Bedingungen die Rohstoffe aus dem Boden. Diese billigsten Arbeitsprozesse machen alle Menschen, vor Ort und weltweit, krank. Hier noch einmal für ewig Gestrige das Beispiel des Uranabbaus:

„Dort, z.B. Mali, bauen Menschen, von uns anderer, minderer Rassen zugeordnet, ohne Arbeitsschutz und Gewerkschaften, statt mit Gehalt mit Tagelohn vergütet, unseren Energie- und Waffenrohstoff ab. Dort liegen die gelben Sande, noch tausende Jahre strahlend herum und führen jährlich zu tausenden Verstümmelten und Toten durch Strahlenschäden. Des Geldes wegen wird so viel Leid angerichtet. Die Konzentration von Uranerz im Boden ist sehr niedrig. Daher müssen für die Gewinnung von Uran große Gesteinsmengen abgebaut werden. Bei einem durchschnittlichen Urangehalt des Gesteins von 0,1% sind 99,9% des Gesteins Abfall! Große Mengen radioaktiv und chemisch verseuchter Grubenabwässer werden in die nächstliegenden Flüsse und Seen gepumpt. Bei Stilllegung von Uranbergwerken werden diese einfach geflutet. Radioaktive und mit Schwermetallen verseuchte Grubenabwässer gelangen ins Grundwasser und damit in den natürlichen Wasserkreislauf der Erde. Schon wenn wir atmen, gelangt das Zeug in unsere Körper. Durch Nahrungsaufnahme, egal, welcher Art, über die wir uns so vortrefflich spalten lassen, nehmen wir diese Stoffe auf. Wenn es regnet oder schneit, können wir uns hoher Dosen gewiss sein.

Die weitere Aufbereitung des Urans, das „Milling”, findet meist in unmittelbarer Umgebung der Urangrube statt. Das Uranerz wird zu gelbem Pulver, dem „Yellowcake”, zermahlen. Während die Hälfte des im Gestein eingeschlossenen, gesundheitsgefährdenden Radongases schon beim Abbau freigesetzt wird, löst sich der Rest beim Mahlprozess. Das Edelgas Radon ist ein Produkt der natürlichen Uran- und Thorium-Zerfallsreihen. Für Radon-Belastungen ist in erster Linie Radon-222 verantwortlich. Die Radon-Konzentrationen in Deutschland liegen im Mittel bei 50 Becquerel/m3 in Wohnräumen. An Orten mit Uranerzabbau treten allerdings Spitzenwerte von 2.000 bis 3.000 Bq/m3, und vereinzelt sogar alarmierende Werte von 100.000 Bq/m3 auf. Deutlich erhöhte Lungenkrebsraten sind die Folge. Atommüll fällt bereits beim Uranabbau an. Für eine Tonne Brennelemente sind 133.000 Tonnen Uranerz nötig, wovon etwa 90 Prozent als strahlender Müll vor Ort auf Halden verbleibt und Flüsse, Grundwasser und damit über den natürlichen Wasserkreislauf (Verdunstung/Niederschlag/Luftfeuchtigkeit) letztlich alle Menschen verseucht. Wer das aus Profitgründen ignoriert und billigend in Kauf nimmt, begeht Völkermord. Nichts anderes!“

Und so den natürlichen Wasserkreislauf vergiftend und Menschen tötend erfolgen nahezu alle Rohstoffgewinnungsverfahren und -prozesse weltweit. Über die für das fiktive Vermögen notwendigen Kredite für Immobilien und Konsumgüter ermöglicht der Kapitalismus den massenweisen Zugriff auf alle natürlichen Ressourcen. Der Kapitalismus beziffert alles mit Geldbeträgen, was sich in seinem Zugriff befindet. Das weltweite, fiktive Vermögen beläuft sich ca. auf das 12-fache der sich daraus ergebenden Gesamtsumme! Die Höhe dieses fiktiven, auf Wachstum, also Rohstoffverarbeitung, basierenden Vermögens legt alle Armutsgrenzen durch Marktzutrittsbarrieren fest und fördert somit Aufstände und Kriege gegen die Aufstände. Mit Vermögen beteiligen sich Vermögende an den Marktprozessen. Darauf muss es also eine Steuer geben. Aufgrund der weltweiten Wirkung in Form einer Weltsteuer über die Vereinten Nationen. Die liberale Arbeitsweise der UN ist jedoch erst möglich, wenn es den UN-Sicherheitsrat, mit alleinigem Vetorecht für Frankreich, England, Russland, China und die USA, nicht mehr gibt.

Und für all das ein Gespür und Einfühlungsvermögen zu entwickeln, nennt man woke. Aber nicht diesen Firlefanz, über den man uns das woke sein wieder ausreden will. Woke ist die Vergangenheitsform von to wake und bedeutet so viel wie aufwachen, aufgewacht oder erwacht und meint das Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit, insbesondere Rassismus und Diskriminierung. Das lassen sich einigermaßen Gebildete nicht ausreden.

Und von Alexander von Humboldt wissen wir bereits seit langem, dass Massenarmut und Massenhunger ihren Anfang in der Kolonialisierung haben. Er stellte es auf seinen Reisen überall fest. Und er stellte noch etwas fest: Zur Festigung ihrer Machtansprüche vernetzten und vernetzten die Kolonialisten/Kapitalisten die Kolonien in einem weltweiten Finanz- und Warenwirtschaftssystem und wandelten und wandeln die gesamte Flora und Fauna vieler Kolonien in kapitalistisch optimierte Monokulturen um. Dies erkannte Alexander von Humboldt bereits damals als irreparable Umweltzerstörung. Die Berechnungsparameter des Earth Overshoot Days und dessen Lage im Juli, bezogen auf ein Jahr, liefern den Beweis. Wir wissen es alle. Und dennoch: Damit sich an all dem nichts ändert, gibt es Militär und Kriege. Nichts anderes als der auf brutalster Kolonialisierung basierende Kapitalismus, trägt für Massenarmut, Massenhunger, Umweltzerstörung und Kriege die Verantwortung. Ohne die vollständige Entkolonialisierung verbunden mit Entschädigungen für die Finanzierung des kolonialen Rückbaus und der Überwindung des Kapitalismus, können weder Armut und Elend noch Umweltzerstörung erfolgreich und nachhaltig bekämpft werden.

Lieber Herr Gates, den Kurswechsel, den Sie von uns einfordern ist somit sinnlos. Wer Armut nachhaltig und konsequent bekämpft, bekämpft die Umweltzerstörung und andersrum. Beide haben ihre Quellen in der Kolonialisierung und dem darauf aufbauenden Kapitalismus. Armut und Umweltzerstörung können nur über die Überwindung von Kapitalismus und Kolonialisierung, also der Abschaffung von Eigentum an Grund und Boden, bekämpft werden. Aber vor allem nicht getrennt voneinander. Sie, als Bestandteil von Vanguard und BlackRock, sollten mal ihre Handlanger in Washington, Brüssel und Berlin vom Krieg zurückpfeifen. Den Krieg, den die im Interesse des Machterhalts alter adeliger Eliten und ihrer Handlanger in Politik und Wirtschaft, im Interesse von auf Kolonialisierung beruhenden Kapitalismus gerade in Europa, Asien und Südamerika vom Zaun brechen, überleben selbst die Reichsten nicht. In den Aktivitäten der derzeit in der NATO Verbündeten offenbart sich uns gerade der Größte Anzunehmende Bildungsbedarf (GAB). Dazu noch einmal die Auswirkungen von Militär alleine im passiven Zustand:

„Ein Bericht des US-Kongresses stellte 2012 fest, dass das US-Militär der größte Einzelkonsument von Erdölprodukten in den USA und damit auch weltweit ist. Das US-Militär ist damit der größte Klimakiller der Welt. Das Pentagon verantwortet den Verbrauch von 350.000 Barrel Öl pro Tag. Das sind 556 Millionen Liter. Die entsprechenden Treibhausemissionen sind größer als die von ganz Schweden. Der größte Teil davon entfällt auf den Flugbetrieb der US Air Force. Seit Beginn des sogenannten Krieges gegen den Terror im Jahr 2001 hat das Pentagon laut einer Studie des Watson Institute for International and Public Affairs 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgase verursacht. Das deutsche Militär produziert jährlich 1,7 Millionen Tonnen CO2 das sind 0,2 Prozent des Gesamtausstoßes von Deutschland. Allein ein Leopard-2-Panzer verbraucht auf der Straße 340 Liter und im Manövereinsatz 530 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Ein Tornado-Kampfflugzeug schluckt zwischen 2.250 und 7.500 Litern Kerosin pro Stunde. Bürgerinitiativen gegen Fluglärm aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben errechnet: Allein am 29. Juli 2019 flogen Kampfjets der US-Armee und der Bundeswehr 15 Flugstunden. Sie verbrauchten 90.000 Liter Treibstoff und produzierten 248 Tonnen CO2 sowie 720 Kilogramm Stickoxide. In den weltweiten Klimaverhandlungen und den Vereinbarungen von Kyoto und Paris zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes spielen diese Zahlen keine Rolle. Seit mehr als 20 Jahren ist das Militär auf Druck der USA, der anderen Nato-Staaten und Russlands von Berichtspflichten über den CO2-Ausstoß freigestellt. Nicht nur fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit sind Militäroperationen gefährlicher als so ziemlich alle anderen Emissionsquellen wie Verkehr oder Kraftwerke. Denn dadurch entstehen Schadstoffe in der Atemluft, Boden und Grundwasser. Militärflugzeuge werden mit Nato-Flugbenzin betrieben, das aufgrund spezieller Zusätze in hohem Maße krebsfördernd ist. Auch hier werden die Gesundheitsbelastungen vom Militär gezielt vertuscht. Die meisten Militärflugplätze sind durch den Einsatz von PFC-Chemikalien verseucht, die für Feuerwehr-Übungen mit Löschschaum eingesetzt wurden. PFC heißt Per- und polyfluorierte Chemikalien. Diese werden in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt. Dies führt jedoch gleichzeitig zu einer weltweiten Verbreitung dieser keineswegs unbedenklichen Chemikalien. PFC sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Einige PFC reichern sich in der Umwelt und in Organismen an und wirken zudem gesundheitsschädlich auf den Menschen. PFC ist biologisch praktisch nicht abbaubar und versickert schließlich ins Grundwasser – mit Langzeitwirkung auf die menschliche Gesundheit. Um die militärisch kontaminierten Standorte zu sanieren, werden weltweit mindestens 500 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Schlimmer sind natürlich die zerstörerischen Folgen von Atomwaffen. Als Langzeitwirkung der radioaktiv verseuchten Orte wie in Hiroshima und Nagasaki starben über die Jahrzehnte hinweg Hunderttausende nach qualvollen Erkrankungen. Die einmal erfolgte Freisetzung von Radioaktivität kann auf natürlichem Wege durch die Halbwertszeit radioaktiver Elemente teilweise erst nach Jahrzehnten wieder deutlich reduziert werden. Durch die zahlreichen Atomwaffentests in der Mitte des 20. Jahrhunderts ist beispielsweise die Tiefsee im Pazifik heute nicht nur durch Plastikteile, sondern auch durch Radioaktivität „vermüllt“. Der Einsatz auch nur eines kleinen Bruchteils der heutigen atomaren Waffenarsenale, die offiziell der „Abschreckung“ dienen sollen, würde nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern eine sofortige Klimakatastrophe, einen „atomaren Winter“, auslösen und zum Untergang der menschlichen Zivilisation führen. Der Planet wäre für Menschen und viele Tiere nicht mehr bewohnbar. Neben den direkten Belastungen für Umwelt, Gesundheit und Klima durch das Militär entziehen die hohen Rüstungsausgaben den Haushalten viel Geld für Investitionen in den Umweltschutz, in Umweltsanierung und in die Energiewende. Ohne Abrüstung wird es auch kein internationales Klima der Kooperation geben, dass die Voraussetzung für eine globale Umweltsicherung und für Klimaschutz ist. Auch die Gewinnung und der Transport fossiler Rohstoffe erfordern eine imperiale Machtpolitik. Um die Rohstoffquellen und die Versorgung über Tankschiffe und Pipelines zu sichern, wird eine militärische Drohkulisse durch die USA, die Nato und zunehmend auch durch die EU eingesetzt – und letztendlich werden dafür auch Kriege geführt: Irak, Afghanistan, Syrien, Mali. Ersetzt man den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien, die weitestgehend dezentral erzeugt werden, entfallen viele Gründe für militärische Aufrüstung und Kriegseinsätze.“ Meiner Meinung nach sind Sie für derart dummes Gerede von Armuts- statt Umweltzerstörungsbekämpfung zu intelligent. Lassen Sie sich doch etwas naturwissenschaftlich bilden und überzeugen Sie dann diese Zurückgebliebenen davon, dass es nur eine Realität auf der Welt gibt: Die Natur! Sie hat immer das letzte Wort. Oder macht Vermögen wirklich dumm und bösartig?

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