Als bedürfte es eines Beweises, dass Militär den GaB, den Größten Anzunehmenden Bildungsbedarf, darstellt, lässt „Welt online“ ein besonderes Prachtexemplar aus dieser Horde zu Wort kommen: „Wir müssen mehr tun – Bundeswehr Generalmajor plädiert für 48-Stunden-Woche.“
Wer derartigen Unfug seiner Auftraggeber ungefiltert und unreflektiert weitergibt, sollte mit Nichtachtung und Nichtbezahlung aus Steuergeldern bedacht werden. Wie wäre es mal mit der Einschaltung des Resthirns?
Der Earth Overshoot Day, auch Erdüberlastungstag genannt, ist der Tag bezogen auf ein Jahr, an dem der Mensch mit seinen Verhaltensweisen, insbesondere seiner beruflichen Tätigkeiten, die natürlichen Reproduktionsprozesse zum Erliegen bringt. Dieser benennt das Datum, an dem der Mensch alle natürlichen Ressourcen, aufgebraucht hat, die die Natur innerhalb eines Jahres reproduzieren kann. Dieser Tag lag 2025 am 24.07. Die westlichen Staaten hatten ihren Earth Overshoot Day auch in 2025 bereits in den ersten beiden Quartalen, Deutschland seinen am 03.Mai.
Eine Berechnung der WHO aus den 1970-iger Jahren beweist, dass diese natürlichen Reproduktionsprozesse ca. 4 Milliarden weitgehend untätige Menschen verkraften. Wir sind aber über 8 Milliarden und gehen Tätigkeiten nach, die für die Gewinnmaximierung im Kapitalismus so billig wie möglich sein müssen, damit über den Handel mit Produkten aller Art Gewinne und Dividenden maximiert werden können. Dieses Prinzip erfordert gerade in der Rohstoffgewinnung und der Logistik billigste und damit die Umwelt zerstörende Arbeitsprozesse. Umweltschutz schmälert Gewinne und Dividenden. Bekannt aber missachtet. Der Rheinmetallaktienboom reicht als Beweis. Alles, was wir der Natur überlassen, gelangt über den natürlichen Wasserkreislauf aus Verdunstung, Kondensation und Niederschlag in unsere Luft zum Atmen, in die Bäche, Flüsse und Seen, in das Grundwasser, in das Leitungswasser und überhaupt in alle Lebensmittel. Wir streiten uns (teils zu Recht) darüber, was wir essen, beachten aber Ursache und Wirkung all dieser Prozesse in der kapitalistischen Produktions- und Lebensweise nicht. Der Earth Overshoot Day beweist, dass wir uns, egal, was wir essen, auf das selbstverschuldete Verrecken der Menschheit zu bewegen. Ursache ist das Arbeiten in stückkostenorientierter Effizienz, ohne Fragen an die Effektivität. Wir machen gegen Geld alles richtig, hinterfragen aber nicht, ob es das Richtige ist. Und in dieser Form des Arbeitens sollen wir nach Friedrich Merz´ Vorstellungen 60 Stunden arbeiten, und nach denen dieses Militärs 48 Stunden. Wie kann ein Mensch im 21. Jahrhundert, nach mindestens 2.600 Jahren Philosophie (rationales Denken statt Mythologie) und ca. 1.000-jähriger naturwissenschaftlicher Aufklärung, ohne jegliche Differenzierung der Tätigkeiten, einen solchen Bockmist ungestraft von sich geben? Denn dieses Vorgehen lässt den Earth Overshoot Day noch eher im Jahr stattfinden. Wider besseres Wissen ist das doch Völkermord! Meinungsfreiheit macht aus Mord doch keine legitime Handlung. Wir müssen endlich weg vom kapitalistischen, auf Mythen aufsetzenden Wirtschaftssystem der stückkostenorientierten Effizienz. Jeder, der stückkostenorientierte Effizienz an Position 1 priorisiert, ist kein Wirtschaftsexperte, sondern ein Dummkopf! Wir müssen uns derer entledigen. Sie sind zu zurückgeblieben, als dass sie ihren eigenen Schaden daraus ableiten können. Sie leben geisteskrank in einer Gedankenwelt, in der Geld und Vermögen Schaden von einem fernhalten. Zur Verdeutlichung sehr gerne wieder der Uranabbau:
Aus dem Buch „Oben ohne – Eine Intelligenz ohne Bildung“ von Frag Mal:
Nehmen wir mal die Atomenergie, Atomwaffen, Medizin und alle Branchen, in denen mit Uran gearbeitet wird. Ist es den Investoren, Aktionären, Management- und Belegschaftsmitarbeitern bewusst, dass alle Schritte der Uran-Prozesskette hoch giftig sind? Dass jeder Schritt irreparable Schäden im Baum des Lebens anrichtet? Dass in Mali militärische Auseinandersetzungen nicht wegen der religiösen Auseinandersetzungen stattfinden, sondern wegen der Quelle des französischen und damit europäischen Urans für Energie- und Atomwaffenindustrie? Hierzulande kaum vorhanden und zu gefährlich, verbunden mit zu vielen teuren Auflagen. Dort bauen Menschen, von uns anderer, minderer Rassen zugeordnet, ohne Arbeitsschutz und Gewerkschaften, statt mit Gehalt mit Tagelohn vergütet, unseren Energie- und Waffenrohstoff ab. Dort liegen die gelben Sande, noch tausende Jahre strahlend herum und führen jährlich zu tausenden Verstümmelten und Toten durch Strahlenschäden. Vielleicht einige als beste Kombination für den einen oder anderen von uns zur Zuchtwahl geeignet. Aber nein, des Geldes wegen wird darauf verzichtet und so viel Leid angerichtet. Ich habe mal gelesen, dass die Konzentration von Uranerz meist sehr niedrig ist. Daher müssen für die Gewinnung von Uran große Gesteinsmengen abgebaut werden. Bei einem durchschnittlichen Urangehalt des Gesteins von 0,1% sind 99,9% des Gesteins Abfall! Große Mengen radioaktiv und chemisch verseuchter Grubenabwässer werden in die nächstliegenden Flüsse und Seen gepumpt. Bei Stilllegung von Uranbergwerken werden diese einfach geflutet. Radioaktive und mit Schwermetallen verseuchte Grubenabwässer gelangen ins Grundwasser. Die weitere Aufbereitung des Urans, das „Milling”, findet meist in unmittelbarer Umgebung der Urangrube statt. Das Uranerz wird zu gelbem Pulver, dem „Yellowcake”, zermahlen. Während die Hälfte des im Gestein eingeschlossenen, gesundheitsgefährdenden Radongases schon beim Abbau freigesetzt wird, löst sich der Rest beim Mahlprozess. Das Edelgas Radon ist ein Produkt der natürlichen Uran- und Thorium-Zerfallsreihen. Für Radon-Belastungen ist in erster Linie Radon-222 verantwortlich. Die Radon-Konzentrationen in Deutschland liegen im Mittel bei 50 Becquerel/m3 in Wohnräumen. An Orten mit Uranerzabbau treten allerdings Spitzenwerte von 2.000 bis 3.000 Bq/m3, und vereinzelt sogar alarmierende Werte von 100.000 Bq/m3 auf. Deutlich erhöhte Lungenkrebsraten sind die Folge. Atommüll fällt bereits beim Uranabbau an. Für eine Tonne Brennelemente sind 133.000 Tonnen Uranerz nötig, wovon etwa 90 Prozent als strahlender Müll vor Ort auf Halden verbleibt und Flüsse, Grundwasser und letztlich die Menschen verseucht. Bis heute ist tonnenweise radioaktiver Atommüll angefallen, der sicher gelagert und zum Teil über eine Million Jahre von der Biosphäre abgeschirmt werden muss. Ein geeignetes Endlager dafür gibt es bis heute weltweit nicht. Tatsächlich war die Entsorgung von Atommüll ins Meer jahrzehntelange Praxis. Erst 1994 wurde die Verklappung von Feststoffen verboten. Staaten, darunter auch Deutschland, versenkten im Nordostatlantik etwa 115.000 Tonnen Atommüll. Auch im Ärmelkanal, vor der portugiesischen und der süditalienischen Küste, in der Adria und dem Tyrrhenischen Meer liegt Atommüll auf dem Grund. Die Fässer rosten, viele sind leck, Radioaktivität entweicht ins Meer. Im thüringischen Ronneburg wurde zu DDR-Zeiten Uran abgebaut. Die Halden gehörten zum Alltag. Krankheiten unter den Mitarbeitenden ebenso. Mit der Einheit 1990 wurden diese schnellstens aufgrund der gesundheitlichen Schäden beseitigt. Uranabbau ist in Europa als zu gefährlich eingestuft. In Mali nicht, oder was? Ein Europäer zählt mehr als ein Afrikaner, ja?
Und die Medien lassen solchen Gedanken freien Lauf. Mitschuldig!
Was jetzt gleich nochmal sollen junge, an all diesen Prozessen unschuldige, Menschen in den von Nato-Rutte und europäischen Kriegsministern sowie allen Beteiligten der Rüstungsindustrie, vom Aktionär bis zum Vorstand, getriebenen Kriegen auf Schlachtfeldern, alles im Auftrag der Restauration, mit dem Leben bezahlen? Sollte die Judikative, als eines der drei Standbeine der Gewaltenteilung, nicht in den nächsten Wochen diesem westeuropäischen Völkermord ein Ende setzen, bleibt ja nur noch die Revolution. Aber Vorsicht! Die konventionelle Aufrüstung läuft insbesondere für das Schießen von Soldaten auf ihre Landsleute in genau diesem Fall. Das sollte eigentlich jedem Militär klar sein, wenn er in der Schule einigermaßen aufmerksam zuhörte. Militär war noch nie eine Lösung! Noch nie! Militär ist in jedem Zustand der Größte anzunehmende Bildungsbedarf. Die für das Militär betriebenen Produktionsprozesse, alle militärischen Prozesse, im aktiven und passiven Zustand, zahlen auf den Earth Overshoot Day ein. Zurück zur Arbeit: Die, die Berufe ausüben, die zur erfolgreichen Entwicklung unserer Art beitragen, arbeiten bereits zwischen 48 und 60 Stunden in der Woche. Friedrich Merz und solche Militärs, wie dieser Generalmajor, und alle anderen Wirtschaftsexperten und -weisen, sollten sich entweder noch einmal auf die Schulbank begeben, oder uns einfach in Ruhe lassen. In ihrem jetzigen Zustand sind sie für die gesamte Menschheit untragbar und unerträglich.
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